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Urteilsspruch gegen einen Nackten

 
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Michael G.
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BeitragVerfasst am: 07.12.2011 18:26    Titel: Urteilsspruch gegen einen Nackten Antworten mit Zitat

Ist schon etwas her, aber bestimmt noch aktuell. Ich weiß jetzt nicht, ob ich den Beitrag hier schon eingestellt habe. Wenn doch, kann Jürgen ihn ja entfernen. Gefunden habe ich ihn allerdings nicht.
Das OLG Freiburg hat einen Nacktjogger zu ca. 20 cm² Stoff verurteilt. Er muß demnach beim Joggen zumindest seinen Penis verdecken.
Die Urteilsbegründung ist allerdings dermaßen dumm, daß sie jeder Beschreibung spottet: "Der Anblick eines entblößten Penisses löst beim Betrachter Abscheu, Ekel, Schock und Schrecken aus."
Demzufolge muß der Richter jedesmal vor Schreck kotzen und mit einem Schock in die Klinik eingeliefert werden, wenn er sich nackt im Spiegel sieht.
Zu soviel Blödheit fällt mir nichts mehr ein.

nackte Grüße

Michael

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Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, daß man Geld nicht essen kann.
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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 08.12.2011 15:55    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

<Admin-Modus>
Einen Beitrag, in dem es nur um diesen Fall geht, hat hier noch niemand eingestellt. Deshalb, um klar zu stellen, worum es hier geht, es ist

der Fall Dr. Peter Niehenke.


Wir können gerne unter dieser Überschrift über diesen Fall diskutieren, denn er zeigt sehr deutlich, was möglich und erstrebenswert ist, und was nicht.
<Admin-Modus Ende>

Meine Meinung dazu:
Dr. Niehenke ist ein Sexualtherapeut, der vor etwa 8 bis 10 Jahren in Freiburg mehrere Versuche gemacht hat, mehr Akzeptanz dafür zu erreichen, sich auch in der Öffentlichkeit nackt aufzuhalten, wann und wo man das möchte. In der Sache ist das durchaus ein legitimes Anliegen. Doch damit, was er konkret getan hat, um sein Anliegen vorzubringen, ist Dr. Niehenke wenigstens teilweise zu weit gegangen. So ist er dann auch 2003 zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt worden, weil er mehrmals mitten am Tag nackt durch Freiburg gegangen war.
Sein Anliegen an sich unterstütze ich unbedingt. Auch ich würde mich freuen, wenn es z.B. im Sommer möglich wäre, höchstens mit Schuhen bekleidet einzukaufen, ein Paket zur Post zu bringen, oder was auch immer zu tun. Das zu tun, ohne dabei gegen geltendes Recht zu verstoßen, ist jedoch leider nicht möglich. Deshalb würde ich, ganz im Gegensatz zu Dr. Niehenke, so etwas nicht tun, und rate auch jedem dringend davon ab.

Das Urteil, das Du zitierst, zeigt deutlich, dass es auch unter Juristen einige gibt, die sehr viel weniger tolerant sind, als es das Grundgesetz, wie ich es verstehe, eigentlich verlangt.
Zitat:
"Der Anblick eines entblößten Penisses löst beim Betrachter Abscheu, Ekel, Schock und Schrecken aus."
ist ein Zitat aus der Urteilsbegründung, das in mir den Verdacht aufkommen lässt, dass die Geisteshaltung dieses Richters (extreme Prüderie) schon fast krankhaft ist. Fatal dabei ist, dass jedenfalls nach meiner Erfahrung ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine ähnliche Haltung vertritt. Und dagegen, denke ich, muss man vorgehen. Dabei sollte man allerdings nicht, wie Dr. Niehenke, öffentlich provozieren, sondern eher in vielen kleinen Schritten durch Mittel der Überzeugung versuchen, mehr Toleranz zu erreichen.
Es ist ja nicht so, dass ich jedesmal, wenn ich im Sommer z.B. einkaufen gehe, das nackt tun möchte. Aber ich möchte es dürfen. Das ist ein feiner, aber wesentlicher Unterschied. Dazu kommt, dass öffentliche Nacktheit vor allem aus Unkenntnis heraus ständig und überall sexualisiert und deshalb kriminalisiert wird. Hier sollte man meiner Ansicht nach ansetzen und durch Aufklärung versuchen, mehr Akzeptanz oder wenigstens Toleranz zu erreichen.
Wie ist denn das z.B. mit den bunt gefärbten Haaren eines Punkers, dem aufdringlichen Parfum so mancher Frau oder dem Kopftuch einer Muslima? Auch deren Verhalten betrachten viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen sehr kritisch, aber es wird toleriert. Da scheint Toleranz kein Problem zu sein, aber sobald es um Nacktheit in der Öffentlichkeit geht, knallt vielen die Sicherung durch, und sie tolerieren gar nichts. Diese Intoleranz ist in meinen Augen viel eher schockierend als der Anblick eines nackten Joggers in einem Stadtpark oder der Anblick nackter Menschen an einem Badesee.

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BeitragVerfasst am: 08.12.2011 15:55    Titel: Re:


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Helmut44
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BeitragVerfasst am: 11.04.2012 00:00    Titel: Urteilsspruch gegen ein Nackten Antworten mit Zitat

Hallo Michael,
Die Kirchen ziehen vom jeden Steuern, da schauen die zu gerne weg, wie einer veranlagt ist. Aber die Kirche ist nicht die einigste Einrichtung die sich so was erlaubt.
Ich persönlich würde eher sagen, wenn der, die Betroffene doch selber schuld haben,
Wenn sie noch dazu mit Kirchensteuern abgezogen werden.
Jeder der es nicht möchte, kann ja aus der Kirche austreten und das hätte sich erledigt. Das Monopol hat man leider nicht bei anderen Steuern.
Ich kenne sehr viele die Homosexuell sind und Kirchensteuer zahlen, weil sie nicht austreten, weil es vormöglich Fragen des Grundes von der lieben Verwandtschaft kommen, die regelmäßig zur Kirche rennen, rumheucheln und anschießen andere beschimpfen in der Nachbarschaft oder wo anders.
Zu vor wurde in der Kirche geheuchelt man soll vergeben und jeden als “Gotteskind” zu lieben wie sich selbst. (nach Steuern werden dann “Randgruppen öffentlich ausgeschlossen).
Darum kann und werde es wohl nie verstehen können, dass jemand, wo angeschlossen mit Zugehörigkeit ist und noch dafür ein Lebenslang, so gar noch über dem Tod (Friedhofskosten) hinaus bezahlt. Ok, dass müssen alle ob Kirche oder nicht, aber das währe ja locker als Nebenkosten über wenn man nicht zuvor ein lebenslang (vom ersten Eigenverdienst ausgegangen) Kirchensteuer bezahlt hat.
Hat schon mal einer den Durchschnitt hochgerechnet, was das für eine Summe ist. Das ist erheblich mehr, als das man an Rente je beziehen kann.
Das war mein Grund, bereits mit 21 Jahren das auszutreten aus der4 Kirche und das Geld gewinnbringend für mich an zu legen.
Im Übrigen die Kirche missachtet und verurteilt FKK genauso. Und wie viele FKKler, sind noch Kirchen anhängt. Eine sehr hohe zahl.
Lieben Gruß Helmut44

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 12.04.2012 19:11    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Hallo Helmut,
Du hast zwar Michael direkt angesprochen, aber auch ich möchte ein paar Worte dazu los werden, was Du da geschrieben hast, ohne mich Michael gegenüber vordrängeln zu wollen.

Stimmt, man kann aus der Kirche austreten, egal ob man katholisch oder evangelisch ist. Wenigstens in dem Punkt sind sie gleich. Du hast aber auch sehr zu Recht auf die "liebe Verwandtschaft" hingewiesen, die mit einer solchen Entscheidung oft alles andere als einverstanden ist. Sich mit deren oft sehr heuchlerischen und nicht nachvollziehbaren Scheinargumenten auseinanderzusetzen, das fällt nicht jedem leicht. Deshalb gibt es viele, die in der Kirche bleiben, obwohl sie, wenn sie dadurch keine Probleme bekämen, längst ausgetreten wären.
Aber heuchlerisch ist auch die Kirche, die eine wie die andere. Auch da stimme ich Dir zu. Wie da manche "Würdenträger" mit "Randgruppen" umgehen, das hat nichts damit zu tun, was ich als jemand, der evangelisch erzogen wurde, unter Nächstenliebe verstehe.
Das ist einer der Gründe, die auch mich vor knapp 20 Jahren dazu gebracht haben, aus der Kirche auszutreten.

Ein anderer Grund ist deren meiner Ansicht nach fast krankhaft prüder Umgang mit dem Thema Nacktheit, egal ob im privaten Rahmen oder in der Öffentlichkeit.
Wer aber unvoreingenommen nachliest, was ich z.B. bereits auf meiner Homepage unter den Überschriften "Geschichte" und "Religion" geschrieben habe, der wird erkennen können, dass sich, wenn man den geschichtlichen Zusammenhang sieht, das Bild ganz anders darstellt.
Wie jeder, der im Gebiet des Römischen Reiches lebte, war auch Jesus es von Geburt an gewohnt, Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten bei vielen Gelegenheiten nackt zu sehen, egal ob das römische Sklaven waren (die waren normalerweise nackt), oder römische Bürger (wenn sie Sport trieben), oder Juden, die so arm waren, dass sie sich keine Kleidung leisten konnten. Und es steht nirgendwo geschrieben, dass Jesus deren Nacktheit auch nur einmal als sündig bezeichnet hätte. Er sagte nur, dass es gut sei, denen Kleidung zu schenken, die sich keine leisten konnten.
Im Jahre 393, als der oströmische Kaiser Theodosius die Olympischen Spiele verboten hatte, war er damit der erste, der ein Verbot der Nacktheit erlassen hatte. Und er hatte das nicht mit den Lehren der Bibel begründet, sondern damit, dass die Spiele, die damals nackt durchgeführt wurden, ein heidnischer Ritus waren. Seit damals lehrte die Kirche (und lehrt auch heute noch), Nacktheit sei ein heidnisches und damit sündiges Verhalten, obwohl es vorher mehr als 300 Jahre lang problemlos möglich war, bei vielen Gelegenheiten nackt zu sein und als Christ auch nackt den Gottesdienst zu besuchen.
Eine solche Heuchelei und Scheinheiligkeit ekelt mich viel stärker an als z.B. die Begegnung mit einem Nackten, der mir bei einem Spaziergang durch den Wald oder bei einer ähnlichen Gelegenheit über den Weg läuft.
Und damit meine ich ausdrücklich nicht nur die katholische Kirche, sondern jede christliche Kirche, die einen ähnlichen Nicht-Umgang mit Nackten (oder Homosexuellen oder anderen "Randgruppen") pflegt.

Genau diese heuchlerische und scheinheilige Einstellung ist es auch, die sich meiner Ansicht nach in der Begründung des Urteils gegen Dr. Niehenke zeigt.

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Helmut44
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BeitragVerfasst am: 12.04.2012 23:20    Titel: Urteilspruch gegen einen Nackten Antworten mit Zitat

Hallo Jürgen,
Da sind wir ja im Grunde beide der gleichen Auffassung, nur ich kann das nicht so darstellen wie Du es kannst.
Vor 300 Jahren hatten wir reine Naturlebende Völker. Auch gibt es sie leider nur noch im kleinsten stiel, im Zuge der gesamt Bevölkerung. Man kann darüber ja manchmal Reportagen im Fernsehen sehen, was ich gerne sehe.
Und es war nur der kirchliche Einfluss, dass die sich angezogen haben, weil die Missionare was von “Scham” und Gott gepredigt haben, damit diese Naturmenschen schön artig “Gottestreu” werden sollen.
Noch heute schleichen Missionare mit diesem Ziel durch den Urwald.
Ich würde das begrüßen, wenn auch jeder einzelne vom “Tiger” gefressen würde, auch wenn es nicht richtig von mir so klinkt, sorry.
Denn noch mal kurz zum Kirchenaustritt, mir könnte es nie passieren, dass ich auch nur 1 Cent an einer Edinrichtung bezahle, die mich (außer mein Geld) verachtet.
Da währe es mir doch vollkommen egal, ob der Eine oder Andere, auch die engsten noch so direkte Verwandte mir mein Leben vereiteln wollen.
Ich richte mein Leben im gesetzlichen Rahmen, so aus wie ich es möchte und auch da wo ich es auch nur kann nackt bin. Und nicht für irgendeinem anderen, egal wer.
(auch nicht für den Paps persönlich, den würde ich zu gerne mal nackte Audienz geben.)
Nacktheit ist die absolute Natur und es kann nichts gesünder sein als diese.
Wenn ich nun nur nach Andere Lebe wie sie mich gerne formen möchte, werde ich mit Sicherheit krank und wenn es psychisch ist, was sehr schlimme Auswirkungen haben können und auch haben.
Bin ich dann soweit weil ich deren Leben wunschgemäß gelebt habe und krank bin, wenden sich die mit Sicherheit ab, die mir zuvor meine Natürlichkeit, sprich Natur und alles was damit zusammen hängt, vereitelten.
Oftmals sogar, weil man ja dann wegen Krankheit und dadurch Einkommen Einbußen hat und ich nicht mehr den “zahlenden” Onkel, Opa … sein kann.
Sollte ich mich nun dann bei allen dafür entschuldigen, damit sie mich “lieb” haben.
Nein danke!
Ich möchte betonen, dass das meine eigene persönliche Einstellung ist und nicht übernommen werden muss.
L.G. Helmut

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 13.04.2012 23:53    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Helmut,
mit den Naturvölkern, die zum Teil heute noch fast wie in der Steinzeit leben und von Missionaren fast ausnahmslos ihrer Kultur beraubt wurden, sprichst Du etwas an, was auch mir schon lange aufgefallen ist.
Hätte Christof Kolumbus, als er 1492 Amerika entdeckte, sich nach der Regel verhalten, die bei Star Trek als der Oberste Grundsatz bekannt ist, und hätten Eroberer wie Cortez, Pizarro und viele andere, die ihm folgten, das ebenfalls getan, dann wäre die Geschichte mit Sicherheit ganz anders verlaufen.
Zum Verständnis, falls jemand den Obersten Grundsatz nicht kennt: Er lautet etwa, dass man, wenn man bei seinen Reisen auf eine fremde Kultur trifft, die noch nicht so weit entwickelt ist wie die eigene, diese fremde Kultur nicht in ihrer Entwicklung beeinflussen darf.

Missionaren, egal ob sie katholisch oder später auch evangelisch oder was auch immer waren, wäre es dann unter Anwendung des Obersten Grundsatzes ebenfalls verboten, von Naturvölkern (die z.B. höchstens mit einer Hüftschnur bekleidet leben) zu verlangen, dass sie sich bekleiden. Aber nicht nur das, auch die Missionierung an sich wäre gemäß dem Obersten Grundsatz verboten. Denn dadurch, dass man sie mit einer ihnen bisher fremden Religion bekannt macht, würde man sie ja in ihrer Entwicklung ganz wesentlich beeinflussen. In diesem Zusammenhang haben sich ausnahmslos alle christlichen Kirchen nun wirklich nicht "mit Ruhm bekleckert".
So viel dazu.

Du hast auch geschrieben, dass Du Dein Leben so ausrichtest, wie Du das möchtest. Ich kann Dir nur dazu gratulieren, dass Du den Mut und das Selbstvertrauen hast, genau das zu tun. Du schreibst auch:
Zitat:
Wenn ich nun nur nach Andere Lebe wie sie mich gerne formen möchte, werde ich mit Sicherheit krank und wenn es psychisch ist, was sehr schlimme Auswirkungen haben können und auch haben.

Du weißt wahrscheinlich gar nicht, wie sehr Du damit Recht hast! Ich könnte Dir im Dutzend billiger Beispiele dafür nennen. Aber das würde hier zu weit führen. Jedenfalls zeigen diese Beispiele auch, dass es nur schädlich sein kann, wenn man so prüde ist, wie es der Richter im Fall Dr. Peter Niehenke offensichtlich ist.
Dass eine solche Prüderie mit den in Deutschland gültigen Gesetzen und damit, was man unter moralischem Verhalten versteht, wirklich vereinbar sein soll, das kann ich mir nicht vorstellen.
Zitat:
Sollte ich mich (...) entschuldigen (...)
Nein, danke!

Auch da kann ich Dir nur Recht geben. In einem solchen Fall denke ich, dass sich viel eher die Eltern bei allen, insbesondere bei ihrem Kind, entschuldigen sollten dafür, dass sie es so erzogen haben, dass nichts aus ihm werden konnte.

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Michael G.
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BeitragVerfasst am: 15.04.2012 16:36    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Ich sehe in diesem Fall zwar keinen Zusammenhang zwischen dem Urteil des OLG Freiburg und der Kirche, Helmut, aber Recht hast Du trotzdem.
Geld nimmt die Kirche, wo sie es nur kriegen kann und wenn es von Menschen oder Einrichtungen ist, die sie eigentlich verachtet. Geht ein Homosexueller zur Kirche, weil er Hilfe braucht, wird sie ihm aufgrund seiner "sündigen" Lebensweise verwehrt. Vermacht dieser Homosexuelle aber der Kirche sein Vermögen, wird sie es garantiert NICHT ablehnen, obwohl der Erblasser "sündig" war. Ich sag`s immer wieder: scheinheiliges Pack.

JürgenH hat Folgendes geschrieben:
(...)Und damit meine ich ausdrücklich nicht nur die katholische Kirche, sondern jede christliche Kirche, die einen ähnlichen Nicht-Umgang mit Nackten (oder Homosexuellen oder anderen "Randgruppen") pflegt.

Jürgen, warum erwähnst Du nur die christlichen Kirchen? Der Islam ist auch nicht besser. Wie es bei den anderen Religionen aussieht, kann ich nicht sagen, weil man von denen eigentlich recht wenig hört.

Was die "liebe Verwandtschaft" angeht, kann ich ein Beispiel geben. Die Mutter meiner Frau starb, als meine Frau 2 Jahre alt war. Ihr Vater lernte etwas später eine sehr liebe Frau kennen, die durchaus eine gute Ersatzmutter für die 3 Kinder geworden wäre. Die Verwandtschaft aber befand, daß diese Frau kein guter Umgang wäre, weil sie das falsche Gebetbuch hatte, wie man so schön sagt. Aber eine geschiedene Frau mit richtigem, sprich katholischem, Gebetbuch wurde akzeptiert. Also nahm der Vater die "richtige" Frau. Diese Frau aber mißhandelte die Kinder und nahm sich auch so einige Dinge raus, die überhaupt nicht christlich sind, rannte aber dauernd in die Kirche, um ihre Schlechtigkeit zu verbergen.
Als mir meine Frau diese Geschichte erzählte, war ich fassungslos über soviel Blödheit des Vaters, sich von der Verwandtschaft die Frau vorschreiben zu lassen.
Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es meine Verwandtschaft einen Dreck zu interessieren hat, wie und mit wem ich mein Leben gestalte. Wem das nicht gefällt, hat Pech gehabt.

nackte Grüße

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 16.04.2012 13:23    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Michael G. hat Folgendes geschrieben:
Jürgen, warum erwähnst Du nur die christlichen Kirchen? Der Islam ist auch nicht besser. Wie es bei den anderen Religionen aussieht, kann ich nicht sagen, weil man von denen eigentlich recht wenig hört.

Richtig, Michael. Der Islam ist auch nicht besser.
Aber ich habe mich vor allem deshalb nur auf die verschiedenen christlichen Kirchen beschränkt, weil ich denke, wenn wir hier auch noch über den Islam und andere Religionen reden, dann würde das den Rahmen dieses Themas sprengen. Und genau das möchte ich nicht.

Michael G. hat Folgendes geschrieben:
Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es meine Verwandtschaft einen Dreck zu interessieren hat, wie und mit wem ich mein Leben gestalte. Wem das nicht gefällt, hat Pech gehabt.

Michael, mit dem Vater und der Stiefmutter Deiner Frau als Beispiel bringst Du die Sache genau auf den Punkt. Auch da kann ich Dir nur zustimmen. Eine solche Scheinheiligkeit ist in meinen Augen völlig inakzeptabel, um es noch harmlos auszudrücken. Es mag die "liebe Verwandtschaft" zwar interessieren, es geht sie aber absolut nichts an, mit wem Du Dein Leben gestaltest. Denn es ist DEIN Leben und deshalb allein DEINE Entscheidung.
Leider ist es aber eine Tatsache, dass ein solches Verhalten der Familie bzw. der Verwandtschaft häufig zu beobachten ist. Auch ich könnte aus meiner Familie mehrere ähnliche Beispiele nennen.
Das mag daran liegen, dass viele Menschen es nicht schaffen, ihre Kinder, wenn sie dann erwachsen werden, loszulassen in dem Sinne, dass sie ihnen keine Befugnis zugestehen, für sich selbst zu entscheiden, streng nach dem Motto " So lange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst, hast Du zu tun, was ich sage!"
Wer so erzogen wird, der erlebt weniger Freiheit als ein zu lebenslänglicher Haft Verurteilter in seiner Zelle. Und wer, wie z.B. Dr. Niehenke, mit solchen Richtern zu tun bekommt, der kann meiner Ansicht nach auch nicht wirklich davon reden, frei zu sein.

Und damit bitte ich darum, wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen.

Wäre ich im Fall "Dr. Peter Niehenke" Richter gewesen, dann hätte ich ihn wohl auch zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt. In der Begründung hätte ich aber nur darauf hingewiesen, dass er hätte wissen müssen, dass sein Verhalten von der Allgemeinheit als belästigend empfunden werden würde. Gegen sein Anliegen an sich hätte ich nichts einzuwenden gehabt. Nur die Methode, wie er die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht hat, war schlecht gewählt.

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BeitragVerfasst am: 16.08.2016 22:39    Titel: Peter Niehenke Antworten mit Zitat

Ich habe diesen Thread jetzt erst gefunden und möchte doch noch etwas zu Peter und seiner Bedeutung für das Nacktsein in der Öffentlichkeit schreiben.   Peter hatte damals so um 2000 meines wissens das 1. Forum geschaffen das sich mit dieser Problematik beschäftigte. Er nannte diese Seite Wald FKK was sein Ansinnen meiner Meinung nach gut zun Ausdruck bringt. Auf dieser Setie wurden alle Themen dieser Problematik behandelte und offensiv diskuitert. So bin ich auch in diese "Szene" geraten. Damals hatte peter eine Vereinbarung mit dem koreanischen Fernsehen die ihn mit möglichst vielen NAckten in der Öffentlichkeit Filmen wollten.  Aus diesem Anlaß bin ich damals da auch hin gefahren und habe an diesen dreharbeiten teilgenommen.  Ich lernte dabei natürlich auich Peter und seien freundin Claudia kennen, die eine Dissertation zu diesem Thema schreiben wollte. Der Dreh begann ganz simpel am Rheinufer irgendwo wo niemand war und ging dann in eine Kleinstadt wo wir etwa, 10 Personen, nackt durch die Stadt liefen und dabei gefilmt wurden. Durch die Dreharbeiten dachte wohl alle Bürger es sei was offizielles und niemand sagte was. Später habe ich dann mal den koreanischen Film gesehen wo das alles sehr veralbert wurde.  Peter organsiierte aber auch jährlich in Karlsruhe im August eine nackte radeltour in der Umgebung. Anfangs nahm er noch selber teil später leiteteten andere diese tour. Ich nahm 2004 und 2005 teil und beides Mal waren etwa 30 teilnahme männlich und auch weiblich dabei. Wir radelten etwa 80 km um die  Stadt heruum bis wir wieder fast in der Innenstadt waren.  bei diesen beiden touren waren fast alle Betreiber der späteren großen FKK seiten anwensend die alel von wald Fkk isnpieiert waren und ich bin sicher ohne die es diese Seiten auch nicht gegeben hätte.  Leider ist wald-flkk dann mitte 200oer immer bedeutungloser geworden waren weil alle aktiven Mitlgleider inzwischen bei den anderen Setien angeschlossen waren . Peter selbst hat sich nach 2010 in die Schweiz zurückgezogen und ist in der Richtung nicht mehr aktiv  Ich habe von den beiden Touren in Karlsruhe einen fast profimäßigen Film geschnitten die so zwischen  15 und 20 Minutne dauern  Ich zeige sie oft noch bie besuch von NAcktfreunden
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BeitragVerfasst am: 16.08.2016 22:39    Titel: Re:


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