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§184b StGB - Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornograph
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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 12.02.2015 19:12    Titel: §184b StGB - Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornograph Antworten mit Zitat

"§184b StGB - Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften"

Wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe, halte ich diesen Paragrafen (Wortlaut siehe hier bei dejure.org) an verschiedenen Stellen für sehr kritikwürdig. So drängen sich mir vor allem im Zusammenhang mit Abs. 1 Nr. 1 b) und c) die Fragen auf, was hier als "unnatürlich geschlechtsbetonte Körperhaltung" oder "sexuell aufreizende Wiedergabe" gesehen werden soll.
Nehmen wir doch mal zur Erläuterung ein ganz einfaches Beispiel!
Das nachfolgende Foto ist ein Standbild aus dem Video "Sunsport Gardens Family Naturist Resort (Final Cut)", das von Nude Beach News.com vor etwa einer Woche hochgeladen wurde. Man kann es hier auf vimeo.com jederzeit ansehen und auch herunterladen.
Weder in dem Standbild (aufgenommen bei Zeitindex 4:41 von insgesamt 13:41 Minuten) noch in irgendeiner anderen Kameraperspektive in dem gesamten Video kann ich eine "unnatürlich geschlechtsbetonte Körperhaltung" oder "sexuell aufreizende Wiedergabe" eines Kindes erkennen.
Aber sicher würde nicht jeder das so sehen! Wer einigermaßen prüde oder sexistisch ist, wird sicher die Auffassung vertreten wollen, dass dieses Video den Tatbestand des §184b (1), insbesondere im Hinblick auf Nr. 1 b) oder c), erfüllt.
Wer eine solche Auffassung vertritt, der muss sich aber z.B. die Frage gefallen lassen, was an einem Jungen, der dem Alter nach offensichtlich Kind ist, und der mit seinem Fahrrad auf einer Straße des genannten Geländes entlangfährt (wie auf dem Standbild dargestellt), den Tatbestand des §184b (1) erfüllen könnte. Nach meiner laienhaften Überzeugung jedenfalls ist dieser Tatbestand offensichtlich nicht erfüllt. Der Junge ist mitten in der Bewegung zu sehen, was unweigerlich dazu führt, dass die Geschlechtsteile des Jungen (im Video) mal sichtbar und mal unsichtbar sind. Und da er beim Fahrrad fahren aufgenommen wurde, stellt jedes einzelne Bild dieser Szene ihn in einer völlig natürlichen und eben nicht geschlechtsbetonten Körperhaltung dar. Und sexuell aufreizend ist an diesem Video auch nichts.

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Oscar Wilde sagte: "Hätte Gott gewollt, dass wir nackt sind, wären wir so geboren."
Ich sage dazu: Wir sind alle nackt geboren. Also ... ?

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Nacktfrosch
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BeitragVerfasst am: 13.02.2015 21:20    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Für mich ist dieses Bild ein Schnappschuß von einem FKK Platz (vermutlich Camping, da Wohnwagen im Hintergrund zu sehen sind) und dass dort auch Kinder ohne Kleidung herum laufen oder, wie in diesem Fall, Fahrrad fahren, ist doch etwas völlig natürliches auf einem FKK Gelände. Es wäre nicht einmal Pornographie, wenn der Junge für ein Foto fürs Album sich mit dem Rest der Familie in eine reihe stellen sollte. Das war vor Zeiten der digitalen Massenmedien auch völlig normal. Ich sehe in dem Gesicht des Kindes viel Freude und offensichtlich winkt es dem Filmer sogar zu und hat seinen Spaß daran. Es würde mich auch nicht wundern (hier nicht zu sehen), wenn es dem Filmer sogar einige Kunststücke mit dem Fahrrad vorführt (fahren auf Hinterrad, drehen auf der Stelle oder anderes). Oder, wenn es einfach weiter fährt, weil es irgendwohin will.  Yes  Yes  Yes
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Viele schöne FKK Tage wünsche ich allen Lesern hier.  Yes  Yes  Yes

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BeitragVerfasst am: 13.02.2015 21:20    Titel: Re:


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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 14.02.2015 12:28    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Richtig, Carsten.
Das Video, aus dem das Foto oben ein Standbild ist, wurde in Sunsport Gardens aufgenommen. Das ist ein familienfreundlicher FKK-Campingplatz in Florida (USA), auf dem auch viele Dauercamper leben.
Und ja, wenn man sich das Video ansieht (hier ist noch einmal der Link dazu), dann wird man leicht den Eindruck bestätigt finden, dass der Junge auf dem Foto, der übrigens auch an anderer Stelle in diesem Video zu sehen ist, durchaus seinen Spaß dabei hatte, mit dem Fahrrad an dem Filmer vorbei zu fahren und ihm dabei freudig zuzuwinken.
Kunststücke (wie z.B. fahren auf dem Hinterrad) hat dieser Junge im Rahmen des Videos zwar nicht vorgeführt, aber mich würde es genauso wenig wundern, wenn er durchaus dazu in der Lage gewesen wäre.

Besonders bemerkenswert finde ich aber auch, dass dieses Video nicht nur diesen Jungen, sondern jeden, der dort zu sehen ist, egal ob das Kinder oder Erwachsene sind, völlig unverfälscht abbildet, ohne dass Geschlechtsteile, wenn sie dann mal im Bild sind, irgendwie unkenntlich gemacht wurden. Und das bei einem amerikanischen Video. Erstaunlich finde ich das in zweierlei Hinsicht. Erstens ist mir kein amerikanisches Video aus den letzten etwa 20 Jahren bekannt, in dem wie hier Nacktheit völlig unverfälscht gezeigt wird, und zweitens habe ich den Eindruck, dass es sowieso sehr selten der Fall ist, dass Kinder in einem amerikanischen FKK-Video aus dieser Zeit überhaupt gezeigt werden.
Da ist dieses Video deutlich anders. Es zeigt gerade dadurch, dass es die Nacktheit der Bewohner von Sunsport Gardens unverfälscht darstellt, dass es dort völlig normal ist, nackt zu sein, und dass daran nichts ist, was man verstecken sollte, oder weshalb man sich schämen müsste.

Und bei dieser unverfälschten und völlig ehrlichen Darstellung dessen, wie die Bewohner dieses Campingplatzes ihre Zeit dort verbringen, gibt es jedenfalls nach meiner Überzeugung nicht den geringsten Hinweis darauf, dass der Besitz oder die Verbreitung dieses Videos (oder einzelner Bilder daraus) einen Verstoß gegen §184b StGB darstellen könnte.
Es gibt aber sicher Einzelbilder in diesem Video, die man, WENN man sie aus dem Zusammenhang herausreißen würde, als Verstoß gegen §184b StGB auslegen KÖNNTE. Es dürfte aber offensichtlich sein, dass eine solche Auslegung falsch ist und einer gerichtlichen Überprüfung sicher nicht stand halten würde. Denn unnatürlich geschlechtsbetont oder sexuell aufreizend ist an diesem Video genau gar nichts.

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Giorgaki
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BeitragVerfasst am: 01.03.2015 23:47    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Diesen Link habe ich nun bei "FKK-Freunde.info" gefunden

http://www.heise.de/newsticker/meld....aft-getreten-2534545.html

http://www.bundesanzeiger-verlag.de....chen/pdf/bgbl115s0010.pdf


18. § 201a wird wie folgt gefasst:

§ 201a
Verletzung des höchstpersönlichen
Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

...

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder
mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme,
die die Nacktheit einer anderen Person unter acht-
zehn Jahren zum Gegenstand hat,
1. herstellt oder anbietet, um sie einer dritten Per-
son gegen Entgelt zu verschaffen, oder
2. sich oder einer dritten Person gegen Entgelt ver-
schafft.

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 02.03.2015 10:24    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Jetzt wird's wirklich interessant! Danke für diese beiden Links, Georg!

Wenn ich mir den § 201a insgesamt durchlese, dann werde ich den Verdacht nicht los, dass er, insbesondere in Abs. 3, vor allem als Reaktion auf den Fall Edathy neu gefasst wurde.
Damit wird nämlich jetzt der Kauf oder Verkauf von Bildern nackter Kinder oder Jugendlicher grundsätzlich unter Strafe gestellt, was vorher, so weit ich mich erinnere, nicht der Fall war.
Herr Edathy hat ja von Anfang an ausgesagt, seit sein Name auf der Kundenliste von Azov Films aufgetaucht war, dass er nur harmlose Nacktbilder oder Videos bei Azov Films erworben hat, aber keine pornografischen Aufnahmen, obwohl Azov Films auch solche Aufnahmen wohl im Angebot hatte.

Mit diesem Paragrafen muss ich mich noch einmal näher befassen, bevor ich mich ausführlich dazu äußere. Mein erster Eindruck ist jedenfalls, dass ich ihn sehr kritisch betrachte.
Bleiben wir doch mal bei dem Video von Sunsport Gardens, auf das ich in meinem Eingangsbeitrag mit Standbild hingewiesen habe! Ein solches oder ähnliches Video (oder ein Teil davon) darf nach der Neufassung des StGB nach meinem Verständnis nicht in Deutschland verkauft oder von Deutschland aus gekauft werden.
Und da genau sehe ich das Problem. Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass neben dem Jungen, der auf dem Foto oben zu sehen ist, auch seine Eltern mit der Aufnahme dieses Videos einverstanden waren. Was würden sie wohl denken, wenn sie erfahren würden, dass man sich mit dem Kauf oder Verkauf dieser Aufnahmen strafbar macht? Wenn das auf dem Foto mein Sohn wäre, dann könnte ich jedenfalls nicht nachvollziehen, was an einer solchen Aufnahme so schlimm sein soll, dass man das unter Strafe stellen müsste. Alle in dem genannten Video gezeigten Personen verhalten sich ja völlig normal, und sie sind nackt auf einem Gelände, auf dem es völlig normal ist, nackt zu sein. Wird hier also die Abbildung eines völlig normalen und moralisch gesehen zweifelsfrei akzeptablen Verhaltens zu einer Straftat gemacht? Mir jedenfalls drängt sich dieser Eindruck auf, und das gefällt mir ganz und gar nicht.

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 03.03.2015 11:04    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Ich habe mir mal die Diskussion unter FKK-Freunde.info durchgelesen und komme zu dem Schluss, dass ich die gesamte Änderung des Sexualstrafrechtes, einschließlich §201a StGB, der zum Bereich des Persönlichkeitsrechtes gehört, sehr kritisch betrachte.

Die Absicht, die hinter dieser Änderung steht, ist wohl offensichtlich, man möchte den Schutz von Kindern vor Missbrauch (hier vor allem sexuellen Missbrauch) verbessern. Es dürfte wohl zweifelsfrei feststehen, dass diese Absicht an sich nur zu begrüßen ist. Doch wie wird sie umgesetzt?
Hier denke ich, dass der Bundestag (als Gesetzgeber) übertrieben und damit im Ergebnis falsch gehandelt hat.
Sehen wir uns den §201a StGB doch noch mal genau an! Da wird in Abs. 3 die Herstellung und der Verkauf genau wie der Kauf von Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen unter Strafe gestellt, und Abs. 4 nennt Ausnahmen. Was mich dabei stört, ist nicht nur der Umstand, dass am Anfang von Abs. 3 durch die Formulierung "die Nacktheit einer anderen Person unter achtzehn Jahren" Säuglinge, Kinder und Jugendliche jeden Alters sozusagen "in einen Topf geworfen" werden, obwohl im Sexualstrafrecht ansonsten durchgängig wenigstens zwischen Kindern (z.B. in §184b) und Jugendlichen (z.B. §184c) unterschieden wird.

Außerdem ist die Liste an Ausnahmen, die Abs. 4 nennt, meiner Überzeugung nach in wesentlichen Punkten zu kurz. Was ist denn mit solchen Schriften wie dem "FKK-Reiseführer Europa", den man für knapp 20,- € kaufen kann? Wenn da in der Ausgabe für 2015 Bilder mit (nackten!) Kindern enthalten sind, dann dürfte der, wenn ich den Abs. 4 richtig verstehe, in Deutschland nicht zum Verkauf angeboten werden. Und einen FKK-Reiseführer Deutschland dürfte es dann auch nicht geben.
Und warum nicht? Nur weil dort auch Kinder abgebildet sind? Ob man nämlich einen solchen Reiseführer als "Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens" betrachtet, wie es in Abs. 4 als Ausnahme genannt wird, das darf gerne bezweifelt werden. Ich jedenfalls sehe einen solchen Reiseführer nicht als Berichterstattung an, sondern als Werbung für derartige Reisen. Und Werbung ist weder eindeutig in Abs. 4 als Ausnahme genannt, noch kann ich sie als "Wahrnehmung überwiegender berechtigter Interessen" bezeichnen.

Damit, solche Schriften wie den FKK-Reiseführer genauso zu verbieten wie z.B. solche Bilder oder Filme, um die es im Fall Edathy geht, wird meiner Überzeugung nach "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet" und der Naturismus, jedenfalls im Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen, in einer Form kriminalisiert, die in meinen Augen durch nichts zu rechtfertigen ist. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, wann jemand z.B. den Drei Brunnen Verlag (Herausgeber des FKK-Reiseführers) wegen eines Verstoßes gegen §201a StGB verklagt.
Und wenn es verboten ist, Bilder mit nackten Kindern oder Jugendlichen zu kaufen oder zu verkaufen, dann wird es sicher nicht lange dauern, bis sich die Überzeugung durchsetzt, solche Bilder seien grundsätzlich inakzeptabel, auch wenn sie kostenlos irgendwo zu sehen sind.

Und da sehe ich die größte Gefahr. Wie ich bereits auf meiner Homepage zitiert habe,
Bertrand Russell hat Folgendes geschrieben:
Solange Kinder nicht auch bisweilen erwachsene Menschen nackt sehen dürfen, müssen die Kinder zwangsläufig das Gefühl haben, dass da ein Geheimnis ist, und wenn sie dieses Gefühl haben, werden sie aufgereizt und unanständig.
Russell (* 18.05.1872, + 02.02.1970) war Mathematiker, Pädagoge und Philosoph, und ich stimme ihm in diesem Zusammenhang nicht nur zu, sondern ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich sage nämlich, so lange Kinder nicht auch andere Kinder, genau wie Erwachsene, nackt sehen dürfen, ... werden sie aufgereizt und unanständig.
Und damit züchtet man sich meiner Meinung nach genau die Straftäter heran, gegen die man doch eigentlich vorgehen will.

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FKK-lebend
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BeitragVerfasst am: 10.03.2015 23:49    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Bezüglich “Edathy” ist es wohl eine andere Sache ob FKK Kinderfotos oder nicht.
Nebenbei erwähnt, ich würde meine Kinder nie ins Netzstellen ob nackt oder nicht, ob es dabei auch  nur um reine FKK Fotos handelt.
Kann mir da einer mal erklären, was es für ein realer FKK leer sein soll, der sich ausschließlich nur Kinder - Nacktfotos aus dem Netz holt??, ob nackt oder Angezogen. Oder ist es ein Kinder FKK ler??  Seine eigene Kinder waren es ja nicht, weder noch Familien FKK Fotos. Auch wenn es zu derzeit noch legal war Nacktkinderfotos die im sinne als FKK galten aus dem Netz zuholen.
Für mich sind es pädophilie Veranlagungen und nichts anderes.
Durch rechzeitige Vorwarnung seiner gleichgesinnte Verbündeten konnte er ja Fotos, die ihn belangen könnten verschwinden lassen, sein Laptop ist komplett verschwunden.
Die nächste Backpfeife war, dass Edathy für seine Verhältnisse einer lächerlichen Gebührenzahlung und Schuldeingeständnis die Angelegenheit von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurden.
Selbst der Kinderschutzbund hat die Gebührenzahlung von Edathy abgewiesen, weil es “schmutziges” Geld ist, dass soll schon was heißen.
Wenn jemand ein Schuldeingeständnis macht gehört er verurteilt und nicht als freier unschuldiger Mann hingestellt.
Die Staatsanwaltschaft hat gewittert, dass die ihm vorgewarnt haben ebenfalls, aus den obersten Rängen der Politik oder sonst wo her Stammen könnten und man da keine “schlafende” Mäuse wecken wollte. Solche Promis wie Edathy verkehren nur unter Gleichgesinnte und nicht mit dem kleinen Mann.
Es geht hier nicht um Kinder FKK Fotos hin oder her (die strafbaren konnte er ja zeitig dank Vorwarnung, verschwinden lassen), sondern um Moral und der Schutz von Kindern.
Ich wünsche nur, dass Edathy an jeder Ecke wo er sich in der Öffentlichkeit zeigt ausgebuht und angespuckt wird.
Wenn nun noch jemand von Euch zeit hat, durchsucht weiter Weltweit im Netz nach §§ die den “armen” zu unrecht behandelten Edathy zustimmen, wo leben wir den noch……

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 11.03.2015 12:05    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

FKK-lebend hat Folgendes geschrieben:
Es geht hier nicht um Kinder FKK Fotos hin oder her (...), sondern um Moral und der Schutz von Kindern.
Ja, Karin. Genau darum geht es.
Und aus moralischer Sicht muss überall, wo es darum geht, jemanden zu schützen, auch unbedingt die Frage erlaubt sein, wie weit dieser Schutz erforderlich ist, und wo durch übertriebenen Schutz derjenige, der geschützt werden soll, nicht mehr geschützt, sondern nur noch behindert wird.

Was die Ende Januar dieses Jahres in Kraft getretene Änderung des Sexualstrafrechts betrifft, da bin ich aber zu der Überzeugung gelangt, dass mit dieser Änderung der Schutz übertrieben und, wie ich es auch auf meiner Homepage ausgedrückt habe, "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet" wird.
Falls Du das noch nicht getan hast, lies Dir bitte durch, was ich dort zu §201a StGB geschrieben habe!
Das für Säuglinge und Kleinkinder geeignete Shampoo ist nur ein Beispiel, wo der grundsätzlich durchaus berechtigte Schutz von Kindern durch diese Neuregelung übertrieben wird. Es gibt auch Seiten im Internet wie z.B. fotolia.com oder 123rf.com, wo man Fotos aller Art kaufen kann. Darunter sind auch ein paar Fotos nackter Kinder oder Jugendlicher, wie z.B. dieses hier. Ich hätte keinerlei moralische Bedenken dabei, dieses oder ein ähnliches Foto an passender Stelle in meine Homepage einzubauen. Nur weil ich die Lizenz für die Verwendung dieses Fotos hätte kaufen müssen, habe ich es nicht getan, denn ich kann es mir mit meinem geringen Einkommen einfach nicht leisten, für alles Mögliche, was man evtl. günstiger oder sogar kostenlos bekommt, Geld zu bezahlen.
Nach der Neufassung des §201a StGB werde ich das Foto aber sicher nicht kaufen, auch wenn ich das Geld dafür übrig hätte, denn keiner kann mir verbindlich sagen, ob ich das noch tun darf.
Aus moralischer Sicht ist dieses Foto aus vier verschiedenen Perspektiven zu sehen. Zuerst ist da der abgebildete Junge. Er sieht aus, als sei er zum Zeitpunkt der Aufnahme 3 oder 4 Jahre alt gewesen. Er war also noch nicht alt genug, um sich schämen zu können, weshalb auch immer. Und in der gegebenen Situation hätte er auch keinen Grund gehabt, sich zu schämen, denn er hat sich ja völlig natürlich, altersgemäß und so verhalten, wie es in der gegebenen Situation üblich ist.
Den Eltern dieses Jungen kann ich im Zusammenhang damit, dass sie der Aufnahme und Veröffentlichung dieses Fotos zugestimmt haben, auch keinen Vorwurf machen, denn das Foto steht offensichtlich in keinem Zusammenhang mit Sex oder sonst etwas, was den Jungen irgendwie gefährden könnte. Aus dem selben Grund kann ich auch aus moralischer Sicht keinen Vorwurf gegen den Fotografen erkennen.
Interessant wird es aber, wenn man sich überlegt, wer dieses oder ein ähnliches Foto betrachtet. Und da sind wir genau bei der Diskussion, die wir unter der Überschrift "Kinderfotos verbieten ... ?" bereits in einem anderen Thema dieses Forums geführt haben. So, wie ich z.B. dieses Foto verwenden würde, wenn ich das kostenlos und rechtlich unbedenklich tun könnte, sehe ich moralisch kein Problem. Wenn aber jemand dieses Foto, mal krass ausgedrückt, als Wichsvorlage missbraucht, dann bleibt es dabei, dass der abgebildete Junge, seine Eltern und der Fotograf sich aus meiner Sicht moralisch einwandfrei verhalten haben. Ein solcher Betrachter handelt aber moralisch höchst verwerflich.

Und hier kommen wir dann zum Schutz von Kindern.
Der abgebildete Junge ist von hinten zu sehen und kann deshalb von einem Fremden wohl kaum identifiziert werden. Und er steht an einem Strand, der nur von einem Betrachter identifiziert werden kann, der diesen Strand kennt. Damit kann zwar das Foto dieses Jungen missbraucht werden, der Junge selbst aber nicht. Somit ist er geschützt. Jede weitergehende Maßnahme in der Absicht, ihn zu schützen, wäre übertrieben und wäre ein ungerechtfertigter Eingriff in die Grundrechte dieses Jungen, seiner Eltern und des Fotografen.
Deshalb halte ich, wie gesagt, die Neufassung des §201a StGB für verfassungsrechtlich höchst bedenklich.

Aus moralischer Sicht stellt sich hier auch noch eine ganz andere Frage. Wie ist es denn zu sehen, egal in welchem Zusammenhang, Regeln zu erlassen, die nach Belieben von einem für und vom anderen gegen den Handelnden ausgelegt werden können?
Ich jedenfalls betrachte die §§ 184b und 201a StGB in ihrer jetzigen Form genau im Zusammenhang mit dieser Frage auch moralisch gesehen als inakzeptabel.

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Giorgaki
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BeitragVerfasst am: 12.03.2015 00:00    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Bilder zeigen das Leben so, wie es aus einer bestimmten Perspektive erlebt und gesehen wird. Es ist das natürlichste in der Welt, dass man hinschaut, wo man gefallen am Erleben eines Menschen findet. Wie man einem Sportler im Wettkampf zuschaut, so auch einem Kind beim Spiel. In Bildern teile ich mein Leben mit, lasse also auch andere daran teilhaben. Bei meinen Kriterien für Bilder habe ich auch Kinderbilder im Blick. http://gegenfalschescham.phpbb6.de/....ag117.html&highlight= . Ich versuche, genau dieses kindlich-unbefangene Erleben der Nacktheit zu zeigen. Es hat rein praktische und rechtliche Gründe, dass ich nur Bilder von mir zeige. Genau so möchte ich auch Kinderbilder zulassen und anschauen. Wenn man jede Sympathie, jede Zustimmung zur Lebenseinstellung eines anderen und jede Anteilnahme am Erleben als Vereinnahmung wertet (und genau davor sollen Kinder ja geschützt werden), dann wird das Leben zu einem ignoranten Nebeneinander. Eine Welt, in der man sich aus Angst vor Vereinnahmung nicht mehr anschaut, finde ich grausam. Wie ich im Alltag draußen Begegnung suche, möchte ich auch, dass meine Bilder angeschaut werden. Wo ich mir Bilder ansehe, nehme ich am Leben anderer teil. Ein Ablehnen des Bildes verweigert auch die Anerkennung der abgelichteten Person und ihrer Lebenswelt, so, wie sich sich auf dem Bild zeigt. Wo Kinder nackt respektiert sind, geschieht das auch im Bild. Wo es an Respekt fehlt, gilt das im Alltag wie im Bild. Aus Angst vor Missachtung das Bild zu unterdrücken, bedeutet die Unterdrückung der darin sich ausdrückenden Lebenswelt. Auch am See spüre ich, dass der eine mir aus Sympathie beim Baden zusieht, ein anderer sich abwendet, ein Spanner mich begafft. Das gilt im Blick auf Kinder genauso. Auch wenn mir der ein oder andere Blick nicht passt, werde ich mir das Leben nicht davon bestimmen lassen und mich nicht verstecken. Was am See gilt, gilt in gleicher weise für die dort aufgenommenen Bilder. Was für mich als Erwachsenen gilt, gilt in gleicher Weise für Kinder. Ich kann es nicht ausstehen, wenn ewig gegen Päderasten gehetzt wird, jede Ablehnung sexueller Abwege unter Erwachsenen aber als Diskriminierung verurteilt. Hier wird eine krankhafte Veranlagung instrumentalisiert, um jede Unbefangenheit zu unterdrücken. Ich fordere nicht Toleranz für alles, sondern möchte eine positive Sich natürlicher Nacktheit. Der Leib ist Ausdruck der Person. Als solcher braucht er nicht verhüllt werden, sondern kommt nackt erst wirklich zu Geltung. Im Verbot der Nacktheit sehe ich auch ein Verbot der freien Entfaltung und Lebensäußerung, die auch zum kindlichen Leben gehört. Das gilt für das Bild wie für das darin festgehaltene Erleben.
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BeitragVerfasst am: 12.03.2015 10:06    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Giorgaki hat Folgendes geschrieben:
Wo Kinder nackt respektiert sind, geschieht das auch im Bild. Wo es an Respekt fehlt, gilt das im Alltag wie im Bild. Aus Angst vor Missachtung das Bild zu unterdrücken, bedeutet die Unterdrückung der darin sich ausdrückenden Lebenswelt. (...) Ich fordere nicht Toleranz für alles, sondern möchte eine positive Sicht natürlicher Nacktheit. Der Leib ist Ausdruck der Person. Als solcher braucht er nicht verhüllt werden, sondern kommt nackt erst wirklich zu Geltung. Im Verbot der Nacktheit sehe ich auch ein Verbot der freien Entfaltung und Lebensäußerung, die auch zum kindlichen Leben gehört. Das gilt für das Bild wie für das darin festgehaltene Erleben.
Genau diese Unterdrückung ist es ja, die vor allem in §201a StGB Gesetzeskraft erlangt hat, ohne dass ausreichend darauf geachtet wurde, nicht durch ein einfaches Gesetz das Grundgesetz (hier vor allem Art. 2 (1), Freie Entfaltung der Persönlichkeit) außer Kraft zu setzen. Denn nach dieser Neufassung des §201a StGB muss man sich ja ernsthaft fragen, wo da einem Kind noch die Möglichkeit bleibt, seine Persönlichkeit frei zu entfalten, wenn es von Familie und Freunden nackt genauso respektiert wird wie bekleidet, Fotos oder Filmaufnahmen seiner natürlichen Unbefangenheit, die sich ja auch in seiner Nacktheit ausdrücken, aber nur privat und "unter der Hand" weitergegeben werden können, während der Verkauf solcher Aufnahmen verboten ist.

So bald ein Kind alt genug ist, um den Unterschied zwischen privat und kostenlos weitergegebenen Aufnahmen einerseits und verkauften Aufnahmen, für die man dann ja auch Geld bekommt, andererseits zu begreifen, muss es ja den Eindruck gewinnen, dass es nicht in Ordnung sei, nackt fotografiert oder gefilmt zu werden, oder sogar, überhaupt nackt zu sein. Denn wäre es in Ordnung, dann dürfte man solche Bilder ja auch verkaufen.
Stellen wir uns doch mal statt dem kleinen Jungen am Strand (das Bild, auf das ich gestern verlinkt hatte) ein paar Kinder vor, die sich mit Aufnahmen für den Katalog eines Anbieters von Kindermode ihr Taschengeld aufbessern! Hier ist mal ein Beispiel, das ich aus verschiedenen Gründen positiv finde. Aber es gibt auch andere Beispiele. Und da stellt sich dann die Frage, was schlimmer ist, das Foto eines nackten Kindes am Strand, wobei das Kind gewohnt ist, dort nackt zu sein, oder ein Foto in einem Mode-Katalog (egal ob gedruckt oder online), das ein Kind mit Kleidung zeigt, die es nie im Leben privat tragen würde.

Egal ob es darum geht, ob man nackt oder bekleidet ist, oder darum, wie man sich bekleidet, es vom Bekleidungszustand einer Person abhängig zu machen, ob man diese Person respektiert oder nicht, ist in meinen Augen beleidigend und eine Form der Unterdrückung, die unbedingt vermieden werden muss. Denn nur wer respektiert wird, hat die Möglichkeit, seine Persönlichkeit zu entfalten. Und das gilt im Zusammenhang mit Kindern ganz genauso wie im Zusammenhang mit Jugendlichen oder Erwachsenen. Ich würde sogar sagen, es gilt ganz besonders im Zusammenhang mit Kindern, denn wer als Kind nicht die Freiheit hat, seine Persönlichkeit zu entfalten, wie will der das denn als Erwachsener schaffen?

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Benybe
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BeitragVerfasst am: 31.08.2015 01:23    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Giorgaki hat Folgendes geschrieben:
Diesen Link habe ich nun bei "FKK-Freunde.info" gefunden

http://www.heise.de/newsticker/meld....aft-getreten-2534545.html

http://www.bundesanzeiger-verlag.de....chen/pdf/bgbl115s0010.pdf


18. § 201a wird wie folgt gefasst:

§ 201a
Verletzung des höchstpersönlichen
Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

...

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder
mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme,
die die Nacktheit einer anderen Person unter acht-
zehn Jahren zum Gegenstand hat,
1. herstellt oder anbietet, um sie einer dritten Per-
son gegen Entgelt zu verschaffen, oder
2. sich oder einer dritten Person gegen Entgelt ver-
schafft.


Also wenn dem so ist, dann verstossen zig Bildagenturen gegen dieses Gesetz. Vor allem, weil diese Fotos für Geld angeboten werden.
http://www.f1online.de/de/bild-details/502585.html
Hier dazu mal ein Beispiel. Habe aber da schon ganz andere Sachen auch gsehen. Kann natürlich sein,
das dies Profifotografen dann wieder dürfen, von wegen Berufsrecht. Doch bei den Bildagenturen verkaufen inzwischen
auch einfache Personen Fotos, was dank Digitaler Technik und Billigen aber sehr guten Kameras heute ja kein Problem
dann meh ist.

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 31.08.2015 14:38    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Benybe,
durch die beiden Fotos, die Du an Deinen Beitrag angefügt hast, zeigst Du sehr deutlich, wo das Problem liegt, das ich bereits in meinem Eingangsbeitrag angesprochen habe.
Der Junge auf dem ersten Foto ist nicht nackt. Aber wie Du in der Beschreibung dazu geschrieben hast,
Zitat:
Auch wenn der eine Badehose an hat, könnte ein Staatsanwalt und Richter dies Foto trotzdem als Kinder Porno bezeichnen, eben wegen der Beule, die man als Junge nun mal nicht verstecken kann
Richtig, man KÖNNTE es als Kinderporno nach §184b StGB bezeichnen. Das ginge aber nur, wenn man das Foto aus dem Zusammenhang heraus gerissen betrachtet und damit das Bild als solches grob verfälscht. Es ist ja nur ein Foto eines Jungen, der (allem Anschein nach in einem Schwimmbad) auf einem Handtuch liegt und das schöne Wetter genießt. Wo ist dabei der Bezug zum Sex, und damit in dem Foto etwas, was man als pornografisch bezeichnen könnte? Nirgendwo!

Und was das zweite Foto betrifft ... Der Junge, dem Alter nach offensichtlich ein Kind, ist zwar nackt, aber erstens sind seine Genitalien auf dem Foto nicht zu sehen, und zweitens posiert er vor der Kamera in einer Körperhaltung, die ich als völlig normal betrachte. Vor allem sehe ich seine Körperhaltung genau NICHT als irgendwie (schon gar nicht unnatürlich) geschlechtsbetont, weil er ja den Blick auf die Geschlechtsteile mit seinen Händen verdeckt und eben nicht irgendwie dort hin lenkt.
Und würde man den Zusammenhang kennen, in dem dieses Foto aufgenommen wurde, dann wäre wahrscheinlich jeder Gedanke an Pornografie beim Anblick dieses Fotos erst recht abwegig.

Das Problem liegt also nicht bei solchen Fotos wie den beiden, die Du beispielhaft gezeigt hast, und auch nicht bei den jeweiligen Fotografen.
Das Problem liegt einzig und allein im Auge des Betrachters.

Wie will man aber Dir, oder wem auch sonst, vorwerfen können, dass irgendwer, den Du nicht kennst, und dessen Sichtweise Du auch sicher nicht teilst, diese eben nicht pornografischen Fotos als Pornografie betrachtet und somit missbraucht?
Das geht wohl schlecht!

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Oscar Wilde sagte: "Hätte Gott gewollt, dass wir nackt sind, wären wir so geboren."
Ich sage dazu: Wir sind alle nackt geboren. Also ... ?

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FKK-lebend
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BeitragVerfasst am: 03.09.2015 22:14    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Die Realität und Presse sind zwei ganz verschiedene „Hütte“
Auch werden hie fast nur Zeitungsberichte aus dem Ausland rein Kopiert. Bleibt doch mal real in Deutschland, was haben wir den über unreale Berichtserstattungen aus ferne Länder, die für uns eh  vollkommen unreale sind, habt ihr nichts anderes zu tun als nur im Netz verblödete §§ oder Berichtserstattungen aus ferne Länder nach zu spekulieren, die uns in Deutschland eh nicht relevant sind. Ich rate nur dazu, diese blöde verkommende Zeit für eigene freie Nacktheit zu nutzen, als Ausländer Berichtserstrettungen aus blöde Pressemitteilungen , man was müsst ihr für Zeit haben.
Habe das Gefühl, weil es hier schon fast nur um Kinderfotos hin und her geht, dass es einige verdammt nötig haben oder wollen.

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JürgenH
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BeitragVerfasst am: 04.09.2015 11:25    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

FKK-lebend hat Folgendes geschrieben:
Die Realität und Presse sind zwei ganz verschiedene „Hütte“
Auch werden hie fast nur Zeitungsberichte aus dem Ausland rein Kopiert. Bleibt doch mal real in Deutschland, was haben wir den über unreale Berichtserstattungen aus ferne Länder, die für uns eh  vollkommen unreale sind, habt ihr nichts anderes zu tun als nur im Netz verblödete §§ oder Berichtserstattungen aus ferne Länder nach zu spekulieren, die uns in Deutschland eh nicht relevant sind. Ich rate nur dazu, diese blöde verkommende Zeit für eigene freie Nacktheit zu nutzen, als Ausländer Berichtserstrettungen aus blöde Pressemitteilungen , man was müsst ihr für Zeit haben.
Habe das Gefühl, weil es hier schon fast nur um Kinderfotos hin und her geht, dass es einige verdammt nötig haben oder wollen.

<Admin-Modus>
Du hast völlig Recht, Karin! Die Realität und die Presse sind sehr oft zwei ganz verschiedene Dinge.
Aber das gilt, wenigstens so weit es um die Verbreitung von Nachrichten geht, genauso auch für andere Medien wie das Fernsehen und das Internet.
Ich halte es für wichtig, immer wieder auf dieses Problem hinzuweisen. Genau das ist ja auch eine meiner Absichten, die ich mit meiner Homepage und diesem Forum verfolge. Deshalb vielen Dank für Deinen Beitrag von gestern Abend!
<Admin-Modus Ende>

Ich kann Deine Kritik leider nur teilweise verstehen.
Es trifft sicher zu, dass in diesem Forum sehr oft Zeitungsberichte (oder andere Medien) aus dem Ausland zitiert werden. Aber warum wohl? Weil es sehr viel mehr Berichte aus anderen Ländern gibt als aus Deutschland.
Indem Du also kritisierst, dass es hier so wenige Berichte aus Deutschland gibt, betonst Du ja nur, dass das Problem, um das es mir hier geht, noch lange nicht gelöst ist, im Gegenteil! Es geht mir ja darum zu zeigen, dass Nacktheit in der Öffentlichkeit, insbesondere die Nacktheit von Kindern, als Tabu betrachtet wird. Durch diese Tabuisierung wird Nacktheit viel zu oft mit Sex gleich gesetzt, obwohl da sehr oft erhebliche Unterschiede bestehen.
Es ist doch wohl eine unbestreitbare Tatsache, dass der Fahrrad fahrende Junge, mit dem ich beispielhaft dieses Thema hier eröffnet habe, sich in der abgebildeten Situation seinem Alter entsprechend völlig normal und anständig verhalten hat, vor allem auch deshalb, weil er ja nicht irgendwo nackt war, sondern auf einem FKK-Gelände, wo Nacktheit also normal ist.
Wie kann ich es denn deutlich genug ausdrücken, dass die Nacktheit dieses Jungen in der abgebildeten Situation völlig normal und eben nicht unanständig ist, ohne das auch bildhaft zu zeigen? Das geht doch nicht!
Deinen letzten Satz kann ich genau deshalb auch überhaupt nicht nachvollziehen.
Hier in diesem Thema geht es ja genau um Kinderfotos, und um die Frage, wie sie rechtlich zu bewerten sind oder sein sollen. Diese rechtliche Wertung ist ja genau das Thema, um das es in den §§ 184b und 201a StGB geht. Dass Du das gerade hier, im Themenbereich "Die rechtliche Situation in Deutschland", so deutlich kritisierst, ist einfach nur unsachlich. In anderen Themenbereichen wird nämlich durchaus auch unabhängig von der rechtlichen Situation diskutiert. Und so sollte das auch sein!
Und dass es hier fast nur um Kinderfotos geht, das mag sein. Aber was meinst Du mit "hier"? Wenn Du damit dieses Thema hier (§184b ...) meinst, dann muss ich diese Kritik in schärfster Form zurückweisen! Hier in diesem Thema geht es genau um Kinderfotos (und Videos), und wie sie rechtlich zu werten sind oder nach der grundsätzlich übereinstimmenden Überzeugung der Mitglieder dieses Forums zu werten sein sollten.
Wenn Du aber meinst, dass es in dem gesamten Forum fast nur um Kinderfotos geht, dann kann ich Dir sogar zustimmen. Ich sehe diese Feststellung aber nicht als Vorwurf gegen mich oder gegen alle Mitglieder dieses Forums, sondern Du beschreibst damit genau einen Teil des Problems, um das es mir geht.
Es geht mir ja, wie gesagt, um eine Tabuisierung, insbesondere im Zusammenhang mit Kindern, die ich für falsch halte. Und darüber kann man nun mal nicht diskutieren, ohne auch über Kinderfotos zu reden und solche Fotos zu zeigen.

Wenn Du aber den Eindruck hast, "dass es einige verdammt nötig haben oder wollen", dann muss ich leider deutlich werden!

<Admin-Modus>
Ich selbst habe noch nichts gefunden, was einen solchen Verdacht begründen könnte. Deshalb:
Nenn mir klare Beweise, um diesen Verdacht zu begründen, dann werde ich dem nachgehen und, wenn nötig, die erforderlichen Maßnahmen treffen! Du kannst mir dafür gerne auch eine PN oder Email schicken.
Wenn Du mir keine Beweise vorlegen kannst, dann halte Dich in Zukunft mit solchen Äußerungen zurück! Sonst bist Du es nämlich, die hier raus fliegt wegen grob unsachlicher Äußerungen oder haltlosen Verdächtigungen!
<Admin-Modus Ende>

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Ich sage dazu: Wir sind alle nackt geboren. Also ... ?

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auszieher
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BeitragVerfasst am: 07.09.2015 03:50    Titel: Sinn eines Forums Antworten mit Zitat

Naja, das ist nun einmal ein Dikussions-Forum und da diskutiert man verschiedene Themen...Warum nicht auch diese - steht ja jedem frei nicht zu antworten. Mich selbst interessiert es schon, warum in unserer Gesellschaft bestimmte Themen tabuisiert worden sind.
"Man zeigt sich nicht nackt in der Öffentlichkeit!". Oder
"Nackt vor Kindern - um Himmels willen; das schadet ihnen." Oder noch schlimmer:
"Wenn Kinder "es" sehen sollten, welch ein Trauma für sie. Das schadet ihnen doch sicher!"
Man fragt sich doch, woher das eigentlich kommt, das Leute dies glauben und diese Tabus aufgebaut haben. Dafür sind doch Foren da, um darüber und verschiedene andere Themen zu reden, oder? Und kontroverse Themen sind eben interessanter..

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BeitragVerfasst am: 07.09.2015 03:50    Titel: Re:


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